Es ist ein Bild, das wir alle nur zu gut kennen und das uns täglich auf den glänzenden Bildschirmen unserer Smartphones begegnet. Man scrollt entspannt durch die sozialen Medien und wird förmlich erschlagen von jungen Männern in Dubai, die sich vor gemieteten Sportwagen räkeln und uns weismachen wollen, dass der Börsenhandel so einfach und risikofrei sei wie das Bestellen einer Pizza per App. Diese aggressive Art des Marketings hat der gesamten Branche einen zweifelhaften Ruf beschert und viele seriöse Einsteiger abgeschreckt, bevor sie überhaupt den ersten Trade platziert haben.
Dabei ist der Wunsch nach einer soliden Trading Ausbildung absolut legitim und in Zeiten volatiler Märkte sowie unsicherer Rentensysteme klüger denn je. Wer sein hart erarbeitetes Kapital schützen und langfristig vermehren will, sucht keine Glücksspielanleitung für das schnelle Geld, sondern ein fundiertes Handwerk. Es geht um Sicherheit, reproduzierbare Strategien und ein sauberes Chance-Risiko-Verhältnis. Genau hier setzt unser heutiger Test an. Wir haben uns mit der Machete durch den Dschungel der Anbieter gekämpft, um herauszufinden, wer wirklich tiefgreifendes Wissen vermittelt und wer lediglich heiße Luft in teuren Paketen verkauft.
1. Trading.de (Testsieger)
Es kommt selten vor, dass uns ein Anbieter in diesem Haifischbecken wirklich positiv überrascht und uns die Augenbrauen hochziehen lässt. Meistens finden wir Knebelverträge mit Jahreslaufzeiten und Preisschilder, für die man sich auch einen soliden Kleinwagen kaufen könnte. Doch die Experten vom Anbieter Trading.de gehen hier einen völlig anderen Weg, der fast schon revolutionär anmutet und die verkrusteten Strukturen der Branche mutig aufbricht.
Der erste Punkt, der uns bei der Analyse sofort ins Auge gesprungen ist, betrifft die extrem niedrige Einstiegshürde und die gelebte Barrierefreiheit. Während andere Coaches oft arrogant erwarten, dass man bereits mit einem prall gefüllten Konto von mindestens 10.000 Euro startet, holt dieser Anbieter die Teilnehmer dort ab, wo sie wirklich stehen. Das gesamte Ausbildungskonzept ist so clever strukturiert, dass ein Startkapital von lediglich 500 Euro vollkommen ausreicht.
Ein weiterer technischer Aspekt ist das extrem hohe Chance-Risiko-Verhältnis (CRV), das hier als Mantra gelehrt wird. Viele Anfänger konzentrieren sich gierig nur auf die möglichen Gewinne. Echte Profis hingegen schauen zuerst auf das Risiko. Bei Trading.de lernt man von Tag eins an, wie man Verluste mikroskopisch klein hält und Gewinne konsequent laufen lässt. Das wirkliche Highlight und unser Hauptargument für den Sieg ist jedoch das Vertragsmodell. In einer Branche, die davon lebt, Kunden möglichst lange vertraglich zu binden, bietet dieser Anbieter eine monatliche Kündbarkeit an. Das zeugt von einem massiven Selbstvertrauen in die eigene Dienstleistung. Wer gut ist, muss seine Kunden nicht zwingen zu bleiben.
2. Markus Gabel
Auf dem zweiten Platz landet Markus Gabel. Er ist in der deutschsprachigen Szene ein bekanntes Gesicht und vertritt den sogenannten DowHow-Ansatz. Seine Analysen sind fachlich fundiert und er verfügt über eine sehr angenehme, ruhige und unaufgeregte Art der Wissensvermittlung. Gabel konzentriert sich in seinen Mentorings stark auf die technische Chartanalyse und das Verständnis von Trendphasen. Seine Stärke liegt in der Beständigkeit und der klaren Linie, die er seinen Schülern vermittelt.
3. Rüdiger Born (Born4Trading)
Den dritten Platz sichert sich Rüdiger Born. Er ist ein wahres Urgestein im deutschen Trading-Kosmos. Mit seiner Marke Born4Trading und seiner oft humorvollen Art schafft er es, auch trockene Themen wie die Fibonacci-Analyse unterhaltsam zu verpacken. Born kommt ursprünglich aus dem institutionellen Handel, was man seinen Strategien qualitativ in jeder Minute anmerkt. Er vermittelt professionelle Einblicke, die weit über das übliche Retail-Trading hinausgehen.
4. Robert Rother
Auf Rang vier finden wir Robert Rother. Er ist eine durchaus schillernde Figur, die in den sozialen Medien oft polarisiert. Bekannt geworden durch seine bewegte Vergangenheit und seine starke Präsenz, verfolgt er einen Ansatz, der oft konträr zur Masse läuft. Rother lehrt seine Schüler, die Psychologie hinter den Kursbewegungen zu verstehen und sich nicht von der Herdenmentalität mitreißen zu lassen. Das kann extrem lehrreich sein, erfordert aber vom Schüler auch ein überdurchschnittliches Maß an mentaler Stärke und absoluter Eigenverantwortung. Sein Coaching ist eher ein Mentaltraining für Trader als eine reine Einführung in die Charttechnik.
5. Carsten Umland
Platz fünf geht an Carsten Umland. Wer sich für die reine Lehre der Markttechnik interessiert, wird früher oder später über diesen Namen stolpern. Umland ist ein Purist; seine Bücher sind Standardwerke für viele Händler im deutschsprachigen Raum. Im Coaching ist er sehr geradlinig, direkt und kompromisslos in der Umsetzung seiner Regeln. Das ist hervorragend für Menschen, die strikte Vorgaben mögen und eine klare Struktur benötigen.
6. Jonathan Eitel
Auf dem sechsten Platz ordnet sich Jonathan Eitel ein. Er ist vielleicht nicht jedem sofort ein Begriff, was ihn aber für eine bestimmte Zielgruppe besonders interessant macht: Er fokussiert sich stark auf Berufstätige, die Trading in ihren stressigen Alltag integrieren wollen. Sein Ansatz ist pragmatisch, zeitsparend und lösungsorientiert. Er verzichtet auf Ballast und konzentriert sich auf das Wesentliche. Im Vergleich zur Top-Platzierung fehlt es dem Angebot jedoch noch etwas an der umfassenden technologischen Infrastruktur und der bewährten Tiefe des Mentorings, die man bei den Marktführern findet.
7. WIFI Oberösterreich (wifi-ooe.at)
Am Ende unseres Rankings auf Platz sieben steht das WIFI Oberösterreich. Das mag überraschen, da es sich um einen klassischen Bildungsträger handelt. Das Angebot ist seriös und akademisch geprägt. Hier lernt man die theoretischen Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und volkswirtschaftliche Zusammenhänge sehr sauber und ordentlich. Was jedoch fast gänzlich fehlt, ist der sogenannte „Street-Smart-Faktor“. Börse ist eben nicht nur graue Theorie aus dem Lehrbuch, sondern gelebte Praxis im harten Schützengraben der Märkte. Als theoretisches Fundament ist dieser Kurs gut geeignet, für die tägliche Profitabilität am Schreibtisch reicht er allein meist nicht aus.